Claude Durix, Arzt und Zen-Meister in Marokko, praktiziert seit 1945 diverse japanische Kampfkünste.
Bereits 1956 erhielt er seine erste Zen-Unterweisung durch Sengoku-Roshi im Kloster Manpuku-Ji bei Kyoto und gründete danach die ersten Zen-Dojos auf dem afrikanischen Kontinent in Casablanca, Rabat und Marrakesch.
Die Begegnung zwischen Ost und West durch die Praxis eines reinen, schlichten, ökumenischen Zen ist für Claude Durix besonderes Anliegen. Er ist gern gesehener Lehrer in zahlreichen Zen-Gruppen in ganz Europa.
Auszug aus seinem Buch "Lebendiges ZEN ... wie das Mondlicht und das fließende Wasser" von Claude Durix im Kristkeitz Verlag 1991 herausgegeben:
Kapitel: "Der Sinn der Worte"
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ZEN kommt vom Sanskrit 'dhyana'', das im Chinesischen ch'an und im Japanischen ZEN wurde. Man übesetzt es mit Meditation, aber Konzentration wäre vielleicht richtiger.
ZAZEN ist jenes Wort (und Handlung), das hier am häufigsten vorkommt: za heißt 'sitzen' und zen 'Konzentration'.
Zazen ist nur 'sitzen und sich konzentrieren'. Das ist die wesentliche Praxis.
Dogen, der Begründer des japanischen Zen im 13. Jahrhundert, sagte: 'Zen ist nur Zazen'.
SHIKANTAZA: auf was soll man sich beim Zazen konzentrieren? Genau auf diese sitzende Haltung, auf alle Elemente dieser Haltung. Das nennt man Shikantaza, die Konzentration auf Haltung. Das Wort selbst bedeutet 'Nur Sitzen'.
Das ist die wesentliche Methode des Zen, vor allem in der Soto-Richtung.
- Claude Durix